|
Presse
Hornet
900 folgt der 600er Hornet
Offenbach/Main, 21. September 2001 – So genannte "Naked
Bikes", Motorräder mit niedrigem Gewicht, kompakten
Dimensionen und nur wenig verkleidetem Motor, erfreuen sich
steigender Beliebtheit. Die Wurzeln dieser Maschinen liegen in
Japan, wo die Hornet 250 mit ihrer Optik für Furore sorgte.
Ihr folgte 1998 die Hornet 600. Nun stellt Honda mit der
Hornet 900 ein Modell mit noch mehr Hubraum vor.
Der Motor der neuen Neunhunderter basiert auf dem Triebwerk
der CBR900RR Fireblade von 1998 und wurde für den Einsatz in
einem Naked Bike modifiziert. Dabei war Honda die Kraft im
niedrigen und mittleren Drehzahlbereich wichtig, weniger die
Leistung bei der Höchstdrehzahl. Außerdem haben sich die
Ingenieure bemüht, Verzögerungen beim Ansprechen des Motors
zu vermeiden.
Weniger Ansprechverzögerungen
Um diese beiden Ziele zu erreichen, war ein ganzes Bündel von
Maßnahmen nötig. Während der Motor der 1998er Fireblade mit
Gleichdruckvergasern ausgestattet war, kommt bei der neuen
Hornet ein Kraftstoffeinspritzsystem zum Einsatz. Das System
verfügt über 3,6 Zentimeter weite Drosselklappenstutzen mit
Vier-Loch-Einspritzdüsen. Dies sorgt für eine feinere
Kraftstoffzerstäubung und damit verbesserte Gemischbildung.
Die Verdichtung verringerten die Ingenieure von 11,1 – dem
Wert bei der Fireblade – auf 10,8 zu eins.
Der flüssigkeitsgekühlte Vierzylinder mit 16 Ventilen
leistet bei 919 ccm maximal 110 PS, die bei 9.000 U/min zur
Verfügung stehen. Das maximale Drehmoment beträgt 92
Newtonmeter bei 6.500 U/min.
Satter Sound durch Trompetenrohre
Die Rohre der Auspuffanlage werden zum Ende hin kontinuierlich
immer weiter. Dies sorgt für einen stärkeren Durchzug im
mittleren Drehzahlbereich. Gleichzeitig liefern solche Rohre
einen satteren Sound, so Honda. Die Auspuffanlage endet in
zwei großvolumigen "Centre-Up"-Schalldämpfern.
Die Maschine erfüllt die Euro-2-Abgasnorm. Dafür sorgen ein
Sekundärluftsystem, das durch die Zufuhr von Frischluft eine
vollständigere Verbrennung der Abgase bewirkt, und ein
Katalysator des 100-Zellen-Typs.
Das Sechsgang-Getriebe entspricht weitgehend dem der Fireblade.
Allerdings wurde die Sekundär-Übersetzung verkürzt, um eine
bessere Leistungsabgabe bei niedrigen und mittleren Drehzahlen
zu erreichen.
Fahrwerk
Als besonderen optischen Leckerbissen preist Honda den
verwindungssteifen Mono-Backbone-Rahmen, der ohne störende
Unterzüge auskommt. Dieser Rahmen stammt von der Hornet und
Hornet-S, wurde aber für die höhere Motorleistung verstärkt.
Ebenfalls stärker als bei der Hornet 600 fallen der
rechteckige "Diamond-Frame" und die Gabelrohre aus,
die von 4,1 Zentimeter auf 4,3 Zentimeter Durchmesser wuchsen.
Die Hinterradaufhängung besteht aus einem Dämpfer mit
externem Ausgleichsbehälter sowie einer Aluminiumschwinge. Am
Vorderrad arbeiten die gleichen Vier-Kolben-Bremszangen wie
bei der 96er Fireblade. Hinten sorgen eine
Ein-Kolben-Bremszange und eine Bremsscheibe mit 24 Zentimetern
Durchmesser für Verzögerung. Auf den
Dreispeichen-Alugussfelgen sitzen die gleichen Breitreifen wie
bei der aktuellen Hornet 600.
Das Gewicht der Hornet 900 liegt bei 194 Kilogramm. Es gibt
sie in den Farben Schwarz, Blau und Silber-Metallic.
Auszug aus www.auto-news.de/motorrad/honda_hornet.htm |
|
|